Willkommen bei Pikefisher!

Der beste Hechtangler der Welt!
Schlepp- und Spinnfischen auf große Hechte.
gif

Termine Boddenangeln
Anreise am 10. Oktober.
Abreise am 15. Oktober.
Bis dahin sind es 229 Tage!

Boddenangeln November 2018 - Schaprode auf Rügen

Ich habe lange überlegt, ob es überhaupt Sinn macht zu unserem diesjährigen Boddenangeln einen Bericht zu schreiben. Die Enttäuschung ist eigentlich nicht in Worte zu fassen.

Trotzdem versuche ich in chronologischer Reihenfolge von dem Erlebten zu berichten.

Am Sonntag, den 04. November trafen wir uns, Henry, Andy und meine Wenigkeit bereits in Berlin, um gemeinsam nach Schaprode zu reisen.

Übernachtet haben wir wieder bei Fam. Kopitzsch, unweit vom Hafen Schaprode. Wie immer war die Unterkunft in bester Ordnung.

Am gleichen Tag ist auch Stefan mit seiner Frau Heidi aus der Eifel angereist. Damit war das Team vollständig.

Noch am Nachmittag des selbigen Tages haben wir das Boot übernommen. Wie bereits im Vorjahr war es wieder die "Gellen". Das Boot war perfekt und die Übernahme verlief reibungslos.

Am Montagmorgen, gegen 7:30 Uhr, haben wir die Gerätschaften und was man sonst noch für einen langen Angeltag benötigt, ins Boot geladen.
Auch die Guides vom Team Boddenangeln waren schon aktiv.

Ich erkundigte mich bei einigen Guides, was so geht. Es hieß: "Nichts gehe. Besser ihr legt euch wieder hin und schlaft aus. Bereits seit dem Sommer beißt kaum etwas ".

Da war ich schon bedient, obwohl ich im Stillen dachte: "Sowas passiert uns doch nicht!"

Henry mit HechtHenry mit Hecht
Henry Schott
mit Hecht 84 cm.

Wie dem auch sei, sind wir natürlich rausgefahren. Es war etwas nebelig bei leichtem Südostwind. "Super!" dachte ich, perfekte Wetterlage.
Zuerst haben wir die uns bekannten Stellen im Schaproder Bodden beangelt. Am späten Nachmittag sind wir ohne jegliches Ergebnis zurück in den Hafen gefahren. Es hatte sich schon etwas Frust entwickelt!

Am nächsten Tag - Dienstag - kam uns zu Ohren, dass die Hechte im Flachwasser gefangen werden. Also versuchten wir auch den Flachwasserbereich des Schaproder Boddens zu beangeln. Es war kein Problem, denn der Driftsack hing wie ein Kartoffelsack am Boot runter. Das signalisierte uns, dass es kaum Drift gab und wir deshalb nicht ans Ufer getrieben wurden.

Weil die Flachwasserstellen sehr stark verkrautet sind und es eigentlich nicht erlaubt ist dort zu angeln, haben wir später wieder die etwas tieferen Stellen aufgesucht.

Zum Glück, denn gegen Mittag konnte Henry zumindest einen Hecht von gut 84 cm in ca. 3 Meter Tiefe fangen. Ein Hoffnungsschimmer, aber es blieb an dem Tag bei diesem einen Hecht.

Selbst die Barsche im Hafenbecken, die sonst massenweise gefangen werden, wollten nicht an den Haken. Wieder zurück im Hafen beobachteten wir die Boote der Guides. Diese angelten unmittelbar an der Grenze zum Naturschutzgebietes am anderen Ende des Hafenbeckens. Sie hatten Ihre Boote dort mittels Anker festgemacht. Das war alles schon äußerst merkwürdig.

Stefan mit HechtStefan mit Hecht
Stefan Mulling
mit Hecht 65 cm.

Beim Abendessen in der Dorfkneipe lernte Stefan einen anderen Angler kennen. Der sagte ihm, dass weiter draußen, Richtung Wiek, ein paar Hechte im Flachwasser gefangen wurden.
Also sind wir am Mittwochmorgen dort hingefahren. Eine weite Strecke! Abgesehen von einem immensen Benzinverbrauch, hat es nichts gebracht.

Schließlich kam der letzte Tag, der Donnerstag. Wieder hieß es, die Stelle vom Vortag, sei nicht die Richtige gewesen. Wir sollten an der Fähre vorbei in Richtung Breege und dort in den Flachwasserstellen fischen. Eigentlich traumhafte Angelstellen. Trotzdem, vom Fang her nicht berauschend, obwohl wir im Flachwasser einen Hecht sehen konnten. Hier hatten wir auch den einen oder anderen Nachläufer. Gegen Nachmittag kam etwas Westwind auf. Kurz vor der Rückfahrt wechselten wir deshalb zur anderen Uferseite.
Stefan - er hat sich wirklich Mühe gegeben - konnte hier endlich 2 Hechte mit ca. 60 und 65 cm Länge fangen. Beim Hochhieven kurz vor der Bordwand verlor Andy einen Hecht in etwa der gleichen Größe.

Fazit:

Nicht nur die Hechte haben schlecht gebissen, sondern auch die sonst viel leichter zu fangenen Barsche. Das die Barsche nicht gebissen haben, hat mich besonders stutzig gemacht. Für mich auch ein Indiz dafür, dass es nicht nur an der Unfähigkeit unseres Teams lag.
Das ein Großteil der Hechte die Boddengewässer verlassen, um den Futterfischen (Heringsschwärmen) bis in die Tiefen der Ostsee zu folgen, ist nicht zu glauben. Niemals - was sollen sie da!? Der Hering ist dort für Hechte unerreichbar. Es gibt genug andere Futterfische im Bodden, die nicht ihren Standort wechseln, z.B. Barsche, Brassen, Rotaugen (Plötzen) und einige andere. Von diesen Fischen kann der Hecht gut leben.
Lohnt es sich, mit dem Boot in weiter entfernte Gewässer, wie z.B. bis nach Breege zu fahren? Ich glaube nicht, denn wenn die Hechte dort beißen, beißen sie auch im Scharoder Bodden.
Man könnte natürlich sagen, dass durch dem größeren und permanenten Angeldruck im Schaproder Bodden die Bestandsdichte geringer geworden ist, als an entfernteren Stellen. Selbst das halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Aber wie heißt es so schön, die Fische stehen immer am anderen Ufer. Nein, die Hechte stehen direkt vor der Haustüre, sie müssen einfach nur beißen.
Ich bin mir absolut sicher, dass es dieses Jahr am Wetter gelegen hat. Im Sommer hatten wir eine große Hitzeperiode. Nahezu keinen Niederschlag. Der Luftdruck war ebenfalls sehr, sehr niedrig. Wind, der dafür sorgt, dass das Wasser umgewälzt wird, gab es auch nicht. Die Folge, zu wenig Sauerstoff im Wasser. Das Wohlbefinden der Fische ist durch diese klimatische Situation erheblich beeinträchtigt worden.

Für das schlechte Abschneiden von vier Top-Anglern gibt es keine andere Erklärung.
Obendrein kommt noch, dass die Guides, die ebenfalls mit allen Wassern gewaschen sind, auch nicht berauschend gefangen haben.

Hiermit schließe ich meinen Bericht und bin in Gedanken im nächsten Jahr wieder am Bodden. Ich denke, es wird im Oktober sein und vom Gefühl her für uns ein hervorragendes Jahr.
Wer dabei sein möchte (höchstens 4 Angler einschl. Skipper), bitte per Email melden.

Es wird vorraussichtlich meine letzte Tour sein.

Aktuelle Informationen zum Boddenangeln 2019 gibt es hier.

Ausfahrt aus dem Schaproder Hafen - Boddenangeln 2018

Team: Henry Schott, Andreas Wahler, Stefan Mulling, Manni Schmitz

Henrys Hecht - Boddenangeln 2018

Stefans Boddenhecht - Boddenangeln 2018

Unterkunft / Ferienhaus bei Doris Kopitzsch ansehen? Die Unterkunft bei Fam. Kopitzsch war wie immer perfekt und wie für uns gemacht.

Homepage Team Boddenangeln ansehen? Das Mietboot - die Gellen mit 70 PS AB - ist super ausgestattet und technisch wie optisch in einem perfekten Zustand.