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Schlepp- und Spinnfischen auf große Hechte.

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Werkzeuge

Nicht nur gute Köder gehören zur Ausstattung eines jeden Raubfischanglers, sondern auch entsprechendes Zubehör. Meine hier aufgeführten Werkzeuge dienen nur als Beispiel und erheben auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Im Einzelnen ist das Folgendes:

1. Der Gripper oder Greifer

Der Greifer sollte von guter Qualität und alle Teile sollen möglichst aus Edelstahl sein.

Hecht am Gripper
Heute benutze ich den Gripper wegen eventueller Verletzungsgefahr des Kiefers
nur noch selten.

Das Handteil muss unbedingt drehbar sein, dadurch werden Schläge und Bewegungen, die ein großer Fisch beim Hochheben verursacht, einigermaßen kompensiert. Außerdem werden die Greifklammern nicht verbogen und größere Verletzungen im Fischmaul weitestgehend vermieden. Dies verhindert auch eigene Verletzungen, nämlich das Verdrehen des Handgelenks.
Eine Zugwaage sollte integriert sein. Zusätzlich sollte am Gripper eine Handschlaufe angebracht sein, damit er beim Landen nicht versehentlich ins Wasser fällt.
Ich besitze einen Greifer von der Firma BASTABOGA TACKLE "BogaGrip" Modell 130.
Wenn es ein Greifer sein soll, dann nur dieses Modell, es gibt nichts Besseres. Leider liegen die Preise für den originalen Boga Grip im deutschen Fachhandel bei ca. 170 bis 180 Euro. Ein stolzer Preis, deshalb lohnt ein Blick auf die Homepage von "Cabela's".
Dennoch benutze ich den Greifer nur noch selten, weil mitunter die Verletzungen im Maul, bzw. Kiefer des Hechtes, besonders bei schweren Fischen, sehr groß sind.

Kescher
Zur Landung nehme ich nur noch den Kescher, allerdings in Big-Game Ausführung.

Alternativ nehme ich zur Landung den altbewährten Kescher. Nein, nicht die Schrottkescher, die es hierzulande überall zu kaufen gibt, sondern einen stabilen feststehenden und großmaschigen Big Game-Bootskescher.

2. Hakenlöser

Besonders für Großhechte ist dieser Hakenlöser ideal. Eigentlich ist er in dieser Größe für die Big Game Fischerei entwickelt worden. Aber aufgrund seiner dünnen und langen Form ist er gut geeignet, um auch an die tief im Hechtmaul sitzenden Haken zu kommen. Die Bedienung ist einfach. Die untere Öse wird um den Hakenbogen geführt, und durch anziehen des Griffes wird die öse zurückgezogen, wobei sich der Haken festklemmt. Somit kann man nicht nur ziehen, sondern auch drücken. Der Hakenlöser ist ca. 46 cm lang und komplett aus Edelstahl.

3. Waage

Über die Waage gibt es nicht viel zu sagen. Ich benutze eine Digital-Waage, aber das ist Geschmackssache. Sie sollte nach Möglichkeit wasserdicht und einigermaßen genau sein. Es sollten einige Einstellmöglichkeiten vorhanden sein, z. B., dass sie das Taragewicht (das Gewicht des Wiegenetzes) sofort abzieht. Ein Haken fürs Wiegenetz und ein Handgriff sollten vorhanden sein. Ein Maßband ist auch noch eingebaut.

4. Arterienklemmen

Ideal um kleine Haken zu lösen, aber für Großhechte Spielzeug. Ich benutze sie für verschiedene andere Dinge.

5. Seitenschneider

Der Seitenschneider, den ich benutze ist verchromt und von der Firma Knipex, also ein Spitzenprodukt. Die Schneiden sind extrem scharf. Ich benutze ihn zum Durchschneiden von Stahlvorfächer, falls dies erforderlich ist. Aber auch zum Durchtrennen von dünneren Haken lässt er sich einsetzen.

6. Spitzzange

Diese Zange, ebenfalls von Knipex und in verchromter Ausführung, benutze ich fast immer zum Lösen der Haken. Ein tolles Werkzeug! Auch zum Aufziehen neuer Sprengringe ist sie gut geeignet.

7. Abgewinkelte Spitzzange

Kescher
Wenn die Haken etwas kompliziert sitzen, arbeite ich mit beiden Zangen. Dadurch geht die Entfernung der Haken problemlos.

Wie Zange Nr. 6, aber abgewinkelt. Ideal wenn man einen Haken seitlich durch die Kiemenöffnung lösen muss. Meistens arbeite ich in Kombination mit der Zange Nr. 6 zusammen.

Wobei ich eine von beiden benutze, um das Maul des Fisches zu öffnen, bzw. offen zu halten. Ja, ich weiß, es gibt im Fachhandel auch Rachensperren. Habe ich auch, aber aus Erfahrung weiß ich, dass Großhechte diese ohne Probleme zubeißen. Die Dinger sind einfach viel zu klein und zu schwach.

8. Bolzenschneider

Vor ein paar Jahren ist mir ein großer Hecht, der noch den Köder, ein Mann's Magnum 30+ mit Hakengröße 5/0 im Maul hatte, aus den Händen gerutscht. Dabei ist einer der Drillinge in meine rechte Hand eingedrungen und auf der anderen Seite wieder rausgekommen. Da der Hecht wild um sich schlug und den Köder noch im Maul hatte, hat sich der Haken wieder etwas in die Hand zurückgezogen. Ich mußte den Köder vom Hecht bzw. meiner Hand irgendwie los werden.

Haken eingefangen
Auch 2010 habe ich mir aus Unachtsamkeit wieder einen Haken eingefangen. Aber mit dem Mini-Bolzenschneider ging das Durchschneiden sehr leicht.

Mit der linken Hand und einem billigen Seitenschneider habe ich versucht, den Haken zu durchtrennen. Erst beim fünften Versuch und unter ganzer Kraftanstrengung, konnte ich den Haken endlich durchknipsen.
Um den Köder besser lösen zu können, wenn z. B. beide Drillinge im Fischmaul sitzen, knipse ich entweder den Sprengring oder einen der beiden Drillinge durch. Dadurch geht das Lösen der Haken wesentlich einfacher, schneller und vor allem schonender.
Ob mit der linken oder der rechten Hand, mit diesem Mini-Bolzenschneider, ebenfalls von Knipex und Made in Germany, lassen sich die Haken durchtrennen, als wären sie aus Butter. Ein tolles Gerät, das ich nicht mehr missen möchte und ist ein Muss für jeden Hechtangler. Aber auch die Meeresangler hätten Ihre Freude daran. Für Interessierte: Der Bolzenschneider hat die Nummer "Knipex 71 01 200" und ist nur 20 cm lang. Er ist auch günstig, ca. zum halben Preis, in einem bekannten Internet-Auktionshaus zu bekommen.

9. Messer

Dazu gibts eigentlich nichts zu sagen. Es sollte scharf und klappbar sein. Ein Filetiermesser habe ich hier bewusst nicht aufgeführt.

10. Gaff

Ein Gaff, meins ist aus Edelstahl und zum Aufschrauben, ist selten Notwendig. Ich benutze es nicht um damit Fische aus dem Wasser zu ziehen, sondern setze es ein, um die Angelschnur zu lösen, wenn sich diese um den Schaft des Motors gewickelt hat, oder um irgendwelche Gegenstände aus dem Wasser zu holen. Sonst ist es eigentlich nutzlos!

11. Öffner

Sehr wichtig. Braucht man in der Regel immer!

12. Metermaß

Braucht man gelegentlich! Manche Angler geben nur die Länge der Fische an. Das ist bei mir sekundär, aussagekräftiger ist die Gewichtsangabe in Verbindung mit der Länge.

13. Schere

Wichtiges Zubehör. Sie sollte von guter Qualität, scharf und rostfrei sein.

14. Köderretter

Ein Utensil, was wirklich sein Geld wert ist. Ich setze es ein, wenn sich meine Köder in unter Wasser liegenden Gegenstände, -Baumstämme, Steine oder Angelschnüre- verhakt haben und sich nicht auf herkömmliche Art lösen lassen. Mit diesem Gerät habe ich gerade in Norwegen meine Wobbler oder andere Köder, die an den Seilen bzw. Krebskörben der Krebsfischer, hängengeblieben sind, wieder holen können.
Die Bedienung ist simpel. An dem Karabiner wird eine starke Leine befestigt. Dann fährt man mit dem Boot genau über die Stelle, wo der Köder festhängt. Man strafft die Angelschnur etwas, sodass sie senkrecht nach unten zeigt. Dann hängt man den Karabiner des Köderretters in die Angelschnur und lässt alles an der Leine bis zum Grund bzw. bis zum Köder hinab gleiten. Mit der Leine des Köderretters macht man ein paar Auf und Ab Bewegungen, aber immer mit Grundkontakt, bis sich die Kettenglieder in den Haken der Drillinge verfangen. Anschließend zerrt man das Ganze nach oben. Es klappt fast immer.
Im Handel kostet so ein Gerät ca. 25 bis 30 €, aber in wesentlich schlechterer Qualität.
Mein Gerät ist selbst gebaut. Der Materialwert beträgt maximal 10 Euro und hält ein Leben lang.
Man benötigt einen Zylinder aus Edelstahl - macht ein Kumpel in der Dreherei für 5 Euro oder ein paar Fische. Die restlichen Teile, vier Ketten von ca. 30 bis 35cm Länge, zwei Ösenschrauben mit 6 mm Gewinde und ein Karabinerhaken, gibts im Baumarkt.
Die Maße des Zylinders: Durchmesser ca. 30 mm; Länge ca. 60 mm. Oben und unten jeweils noch eine Bohrung mit M6 Gewinde für die Ösenschrauben. Fertig!